Willkommen

Seit dem Jahr 1592 verbindet die Ölmühle Berschweiler Tradition und Moderne.

Zu Beginn wurden in einer Lohmühle Gerbstoffen aus Eichenrinde hergestellt, bis Peter Kneip im Jahr 1769 eine Ölmühle erbaute. Auszüge aus dem Genehmigungsschreiben vom Fürsten Nassau Saarbrücken belegen die Geburtsstunde der Ölmühle:

“Peter Kneips von Börschweiler um Erlaubnis, die von ihm zu erbauten vergönnte Oel Mühle an der Bach 70 Schritte unten als da vorher seine Lohmühle gestanden errichten zu dürfen”, Saarbrücken, den 16. Januar 1769

Die Ölmühle Berschweiler ist in ihrer ursprünglichen Form heute noch erhalten und denkmalgerecht saniert. Das zugehörige Wohnhaus wurde ebenfalls saniert und rundet das Ensemble ab. Im Inneren des Wohnhauses befinden sich noch Teile einer Getreidemühle, die dort im 19. Jahrhundert in Betrieb war. 

Informieren Sie sich hier über die 250 jährige Geschichte der Ölmühle und die 400 jährige Geschichte des Mühlenstandorts – eine Geschichte, die Tradition und Moderne verbindet.

Das Denkmal

Die Ölmühle Berschweiler ist seit ihrem Bau in Familienbesitz. Nach ihrer Stilllegung im Jahr 1939 wurde die Mühle durch die Eigentümer erhalten.

Die Mühle steht seit 1979 unter Denkmalschutz.

Durch die Gründung des “Fördervereins Ölmühle Berschweiler e.V.” im Jahr 2000 wurde die denkmalgerechte Sanierung möglich. Die einzelnen Bestandsteile der Mühlentechnik und des Mühlengebäudes wurden aufwendig saniert. Die Sanierung des Wohnhauses wurde 2017 abgeschlossen.

Ein Beispiel für die getreue Rekonstruktion des Mühlenrades finden Sie hier.

Für die vorbildliche Arbeit des Fördervereins gab es im Jahr 2006 den saarländischen Denkmalpflegepreis und bereits im Gründungsjahr 2000 einen Sonderpreis durch das Landesdenkmalamt.

Die Ölmühle

In der Ölmühle wurden hauptsächlich Raps, aber auch Mohn, Nüsse, Buchecker oder andere Früchte zu Öl verarbeitet. Das Öl wurde je nach Qualität für als Speise, Maschinen- oder Lampenöl verwendet.

300 kg Raps konnten an einem Arbeitstag von 15 Stunden zu 150 Liter Öl verarbeitet werden.

Zur Herstellung des Öls wurden vier Hauptaggregate verwendet. In der Walzenquetsch wurden die Fruchte zerkleinert, im Kollergang zur einem Brei gerieben und in der Presse wurde aus Öl gepresst. Im Wärmeofen konnte der “Brei” erwärmt werden um so noch mehr Öl zu gewinnen.

Angetrieben wurde die Mühle von einem Mühlenrad und dem Wasser vom Wahlbach. Durch das geschickte Zusammenspiel von Getrieben und Transmissionswellen, konnten die einzelnen Aggregate zu- und abgeschaltet werden.

Die Technik ist vollständig aus Holz gefertigt und noch in der ursprünglichen Form so erhalten. Kleinere Teile wurden bei der Sanierung lediglich erneuert.

Weitere Informationen zur Ölmühle finden Sie in der Broschüre.

Besichtigungen

Die Ölmühle kann jederzeit besucht werden. Im Gebäude gibt es Beschreibungen an denen Sie sich informieren können.

Mittels Smartphone oder Tablet können Sie den interaktiven Rundung unter www.rundgang.berschweiler.com nutzen und sich weitergehend informieren.

Für Einzel- oder Gruppenführungen vereinbaren Sie bitte einen Termin unter muehle@berschweiler.com oder +49 6806 81786